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Beratung
Professionelle Beratung in der Schule gehört zum Tätigkeitsbereich jedes Lehrers. Sie erfolgt in unterschiedlichen Bereichen wie im Unterricht, im außerunterrichtlichen Schulleben sowie im persönlichen Gespräch mit Schülern, Eltern und auch Kollegen, um nach Lösungen von Schulproblemen oder Problpunktemen einzelner Schüler zu suchen.
Beratung für Suchtvorbeugung
Aspekte der Suchtproblematik werden im Rahmen des Unterrichts in den Fächern Biologie, Politik, Religion und Pädagogik behandelt. Dabei haben sich die Fachkonferenzen auf unterschiedliche fachspezifische Schwerpunktsetzungen geeinigt, um inhaltliche Überschneidungen zu vermeiden. Besonders in den Jahrgangsstufen 7 und 8, in denen sich die Schüler in dem Alter befinden, in dem die Wahrscheinlichkeit des Einstiegs in den Genuss von Nikotin, Alkohol, Cannabis und Ecstasy Untersuchungen zufolge am höchsten ist, hat dieser Unterricht verstärkt präventive Bedeutung.
Punktuell finden in jedem Jahr unterschiedliche Veranstaltungen statt, die die Drogen- und Suchtproblematik für einzelne Jahrgangsstufen in spezieller Weise zum Thema machen. Gleichzeitig werden Elternabende zu verschiedenen Themen angeboten.
Präventive Arbeit in der Schule bedeutet aber mehr als die genannten Aktivitäten. Viel wichtiger sind die Bemühungen im Unterricht und außerunterrichtlichen Schulalltag, die im Vorfeld von Sucht auf bestimmte Bedingungen, die möglicherweise zu einem Missbrauchsverhalten führen könnten, Einfluss nehmen. Alle Maßnahmen, die langfristig zur Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler beitragen, wie die Schaffung einer angstfreien Lernatmosphäre, einer guten Klassengemeinschaft, in der Schüler Kompetenzen erwerben können, die sie zur Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben befähigen, haben präventive Bedeutung. In diese Richtung zielen -neben den kleinen die Eigenaktivität der Schüler fördernden Maßnahmen im Unterricht- viele Aktivitäten, die zum festen Bestandteil unseres Schullebens geworden sind.
- Klassenfahrten im zweijährigen Rhythmus
- Patenschaften der Oberstufenschüler für die Klassen 5 und 6
- Nachtwanderung in der 6. Klasse oder ein Wandertag mit erlebnispädagogischen Aspekten
- Skifreizeit in der 8
- Schüleraustausch mit England, Frankreich und Russland
- Methodentraining in der 11 in Arnsberg
- Studienfahrten in der 13
- Religiöse Schulwoche
- Das vielfältige AG-Angebot
- Orchester, Schulchöre
- Theatergruppen
- Klassenfeste, Kurstreffen
- Konfliktmoderatoren-AG
Selbstverständlich ist sowohl für Schüler als auch Eltern die Möglichkeit zu einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem Lehrer des Vertrauens oder der Beraterin für Suchtvorbeugung, Birgit Becker, gegeben, in dem bei Bedarf psychologische und medizinische Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt und eventuell Kontakte zu anderen Beratungsstellen hergestellt werden können.
Beratung bei Lern-, Verhaltens- und Erziehungsschwierigkeiten und anderen persönlichen Problemen
Im Schulalltag können Probleme auftreten, die eine besondere und zeitintensivere Beratung erfordern: Lernschwierigkeiten, Verhaltensstörungen, Auffälligkeiten im Sozialverhalten, Konflikte im persönlichen Bereich, psychische wie auch soziale Probleme und Konflikte in Klassen wie z.B. Mobbing. Zur Bewältigung dieser Probleme gibt es an unserer Schule ein besonderes Beratungsangebot, das sich an einzelne Schüler, Erziehungsberechtigte und Lehrer sowie an Schülergruppen und Klassen richtet und verschiedene Möglichkeiten umfasst.
Die Einzelberatung
In vertraulicher Atmosphäre kann der Ratsuchende mit Hilfe einer ausgebildeten Beraterin die eigene Situation klären. Dabei steht die Achtung der Autonomie des Ratsuchenden im Vordergrund. Dies spiegelt sich auch in den Bedingungen „Freiwilligkeit“ und „Offenheit für mögliche Lösungen“ wider, die unverzichtbar für das Beratungsgespräch sind. Beratung versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Die größte Kompetenz in Bezug auf sein Verhalten und die Lösung seines Problems hat der Ratsuchende selbst. Nur eine Lösung, die nicht von außen
kommt, ist wirklich sinnvoll.
Die Beratung erfolgt somit auf der Grundlage der systemischen Beratung:
- Betrachtung des Verhaltens im Kontext seiner Beziehungen und seiner Umgebung
- Lösungs- und
- Ressourcenorientierung (u. a. Prinzipien)
Die schulische Beratung kann keine Therapie sein. In bestimmten Fällen ist es erforderlich und sinnvoll, die Ratsuchenden an außerschulische Beratungs- und Therapieeinrichtungen zu verweisen. Bei der Auswahl und der Herstellung des Kontakts kann Hilfe geleistet werden.
Neben dem Einzelgespräch beinhaltet die Beratung noch folgende Angebote:
- Verhaltenstraining in Zusammenarbeit mit den Fachlehrern und Eltern (z.B. Prüfungsangst, Störverhalten im Unterricht etc.)
- Information über Beratungsstellen und andere pädagogische und psychologischeEinrichtungen, bei Bedarf Herstellung des Kontakts zu den entsprechenden Institutionen
- Beratung in Konflikt- und Mobbingfällen
- Durchführung von Streit-Schlichter-Verfahren
- Intervention bei Mobbing (Kleingruppen-, Klassengespräche)
- Mitgestaltung von Elternabenden zu bestimmten von den Eltern vorgeschlagenenpädagogischen Themen (z.B. Pubertät, Mobbing unter Schülern, Suchtvorbeugung)
- Organisation von Vorträgen oder Diskussionsveranstaltungen für Schüler und Eltern